Biodiversitätsstrategie

„Blühen & Summen statt Steinwüste“

 Gegenstand und Ziele unserer Biodiversitätsstrategie:

Unsere Strategie beschreibt die Gestaltung eines ökologischen Gartens auf relativ kleinem Raum (gesamt ca 850 m2 , einschl. Wegen, Parkplätzen, Böschungen), rund um ein in 2023 neu erbautes, genossenschaftliches Mehrfamilien-/Mehrgenerationenhaus in der Alten Murger Str 2 im Ortsteil Harpolingen (Bad Säckingen).

Ziel ist es, den durch den Neubau entstandenen Flächenverbrauch auszugleichen und der Natur möglichst viele ökologische Nischen „zurückzugeben“. Gleichzeitig sollen die Bewohner trotz verdichteter Wohnsituation direkt vor der eigenen Haustüre an der Natur teilhaben.
Neben Dachbegrünung und einer extensiv begrünten Terrasse (als gemeinschaftlicher Treffpunkt) wird und wurde daher auch die verbleibende Grundstücksfläche rund um das Gebäude unter ökologischen Gesichtspunkten naturnah gestaltet.

Unsere Strategie zeigt eine Alternative zu den üblichen, rein funktionellen Grundstücksgestaltungen im Geschosswohnungsbau auf. Die Anforderungen an die Umgebung von Mehrfamilienhäusern sind komplex: Alleine die Erfüllung sämtlicher Vorschriften zu Art und Anzahl, Maßen und Ausführung von befestigten Feuerwehrzufahrten und -aufstellplätzen für Feuerwehrfahrzeuge und -leitern, sowie vorgeschriebene Anzahlen für PKW-Stellplätze, wettergeschützte Fahrradabstellanlagen, Wertstoffsammelanlagen, die mit dem Mülltransporter anfahrbar sein müssen, Vorschriften zu Kinderspielplätzen u.v.m., limitieren meist die Gestaltungsmöglichkeiten für die verbleibenden Freiflächen auf ein Minimum.
Zuletzt bleibt – nach Erfüllung aller o.g. Anforderungen - selten noch finanzieller Spielraum für zusätzliche, aufwändige Gartengestaltung. Letztere darf zudem nicht allzu pflegeintensiv sein, damit die laufenden Kosten für die Mieter tragbar bleiben.
Daher herrschen rein funktionelle Gestaltungselemente, wie Betonelemente, Betoneinfassungen, Gabionen u.ä. für Geländeböschungen, Sichtschutz, (Feuerwehr-)Zufahrten und Aufstellflächen, Wege, Stellplätze, usw. sowie eintönige Rasenflächen und - sofern sie nicht verboten sind -  tote Schotterflächen bei Bestandsgebäuden und Neubauten noch immer vor.

Auch wenn wir eine kleine und noch junge Wohnbaugenossenschaft mit schmalem Budget sind, so wollen wir dennoch die Herausforderung annehmen, unseren Bewohnern eine ökologisch wertvolle Umgebung zu gestalten.
Daher haben wir unsere Leitziele, sowie die dieversen Maßnahmen, die größtenteils bereits umgesetzt sind, schriftlich in unserer Biodiversitätsstrategie fixiert.

Fußweg zum Hauseingang Alte Murger Str 2